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Einzahlungslimits bei eps-Zahlungen: drei Stellen, an denen Sie die Grenze ziehen
Für die eps-Überweisung gibt es kein Limit des Betreibers; auf den Seiten von eps und der PSA stehen weder Beträge noch ein Hinweis, wer sie bestimmt. Die Grenze entsteht an drei anderen Stellen: im Online-Banking Ihrer Bank, in der Kassa des Casinos und in Ihrem Spielerkonto. Beim einzigen konzessionierten Anbieter ist das dritte Limit Pflicht: bis 26 Jahre höchstens 250 € pro Woche, danach 1 € bis 1.680 € pro Monat.
Diese Seite zeigt, wie Sie jedes der drei Limits setzen, welches zuerst greift und warum eine Senkung sofort wirken sollte, eine Erhöhung aber nicht. Dazu kommt die Frage, was passiert, wenn ein Anbieter mit ausländischer Lizenz gar kein Limit anbietet. Den Rahmen liefert unser Überblick zu Sicherheit und Limits bei eps.
- Barbara Leitner, Redakteurin für Spielerschutz und Zahlungen
- Zuletzt geprüft 17. Oktober 2026
- Gegengelesen von Georg Moosbrugger
- EPS
Auf dieser Seite10
- Anbieter in unserer Liste und ihre Limitfunktionen
- Warum eps selbst keine Grenze zieht
- Grenze eins: das Überweisungslimit Ihrer Bank
- Grenze zwei: die Kassa des Casinos
- Grenze drei: das Einzahlungslimit im Spielerkonto
- Der Maßstab: Limits beim konzessionierten Anbieter
- Wenn der Anbieter kein Limit anbietet
- Häufige Fragen zu Limits
- Hilfe und Spielerschutz
- Quellen
Anbieter in unserer Liste und ihre Limitfunktionen
So wird bezahlt
- eps
Für jeden Anbieter in unserer Liste halten wir fest, ob das Spielerkonto ein Einzahlungslimit, ein Verlustlimit und eine Pause ohne Kontakt zum Support erlaubt, und ob eine Erhöhung des Limits mit einer Wartefrist verbunden ist. Diese Angaben stammen aus den Bedingungen und Kontoeinstellungen der Anbieter; der Betreiber von eps ist daran nicht beteiligt.
Eine österreichische Konzession für Online-Glücksspiel hat nur win2day, wo Limits verpflichtend sind. Die übrigen Anbieter arbeiten mit einer ausländischen Lizenz, und ihre Schutzwerkzeuge sind freiwillig. Was das Glücksspielgesetz daraus für Spielerinnen und Spieler ableitet, steht auf unserer Startseite.
Warum eps selbst keine Grenze zieht
Der Betreiber der eps-Überweisung, die PSA Payment Services Austria GmbH, veröffentlicht keine Limits. Wir haben die Seiten für Privatkunden, die Supportseite und die Kontoseite der PSA geprüft: keine Beträge, kein Hinweis darauf, wer sie bestimmt. Die Zahlung ist eine Überweisung von Ihrem Girokonto, die Sie bei Ihrer Hausbank freigeben; die Grenzen kommen deshalb von der Bank, vom Casino und von Ihnen.
- Bank — Art der Grenze: Überweisungslimit pro Tag oder Auftrag · Wer sie ändert: Sie, im Online-Banking
- Casino — Art der Grenze: Mindest- und Höchstbetrag pro Einzahlung · Wer sie ändert: der Anbieter
- Spielerkonto — Art der Grenze: Einzahlungslimit pro Tag, Woche oder Monat · Wer sie ändert: Sie, in den Kontoeinstellungen
Für die Kontrolle hat das einen Vorteil: Zwei der drei Grenzen setzen Sie selbst, und eine davon, die bei der Bank, ohne dass das Casino davon erfährt oder sie verändern kann. Es hat auch einen Nachteil: Keine Stelle setzt die Grenze für Sie. Wer bei einem Anbieter mit ausländischer Lizenz spielt und weder im Online-Banking noch im Spielerkonto ein Limit festlegt, zahlt ohne jede Obergrenze ein, Zahlung für Zahlung, jede in Sekunden bestätigt und unwiderruflich. Die Reihenfolge der drei Abschnitte unten ist deshalb auch eine Reihenfolge der Dringlichkeit: Spielerkonto zuerst, Bank als Notbremse, Kassa als Information.
Grenze eins: das Überweisungslimit Ihrer Bank
Im Online-Banking legen Sie fest, wie viel Sie pro Tag oder pro Auftrag überweisen dürfen. Dieses Limit gilt für eps genauso wie für jede andere Überweisung, weil eine eps-Zahlung eine Überweisung von Ihrem Girokonto mit vorausgefülltem Auftrag ist. Senken Sie es, scheitert eine zu hohe eps-Zahlung bereits auf der Bankseite, bevor das Casino etwas davon sieht.
So gehen Sie vor:
- Melden Sie sich im Online-Banking an und öffnen Sie die Einstellungen, meist unter «Limits» oder «Sicherheit».
- Legen Sie ein Tageslimit fest, das zu Ihrem Monatsbudget passt; ein Monatslimit bieten nicht alle Banken an.
- Prüfen Sie, ob die Änderung sofort gilt oder erst nach einer Freigabe über das Sicherheitsverfahren.
- Notieren Sie den Betrag und das Datum, damit Sie später nachvollziehen können, wann Sie die Grenze gesetzt haben.
Manche Banken erlauben außerdem ein eigenes Limit je Freigabeverfahren, etwa niedrigere Beträge bei Freigabe per App; auch das steht in den Hilfeseiten der Bank.
Das Banklimit hat eine Schwäche: Es gilt für alle Überweisungen, auch für Miete und Rechnungen. Wer es sehr niedrig setzt, muss es für andere Zahlungen wieder anheben, und jede Anhebung öffnet auch die Tür zur Kassa. Deshalb taugt die Bank als Notbremse, nicht als einzige Grenze.
Grenze zwei: die Kassa des Casinos
Der Anbieter legt Mindest- und Höchstbetrag pro Einzahlung fest und zeigt sie in der Kassa, oft direkt unter dem Betragsfeld, immer in den Zahlungsbedingungen. Diese Grenze schützt zuerst den Anbieter, nicht Sie: Ein Höchstbetrag pro Einzahlung verhindert keine zweite Einzahlung eine Minute später. Als Schutzwerkzeug ist sie wertlos, als Information nützlich.
Achten Sie auf einen Punkt in den Bedingungen: ob der Anbieter Tages- oder Monatsgrenzen für Einzahlungen nennt, unabhängig von Ihrem eigenen Limit. Manche tun das, viele nicht. Fehlt eine solche Grenze, ist die einzige wirksame Obergrenze Ihr eigenes Einzahlungslimit im Spielerkonto.
Grenze drei: das Einzahlungslimit im Spielerkonto
Das Einzahlungslimit im Spielerkonto ist die Grenze, die zählt, weil sie über alle Zahlungsmethoden gilt. Setzen Sie es vor der ersten Einzahlung, nicht nach dem ersten Verlust. Der Wert sollte unter dem liegen, was Sie im Monat entbehren können, nicht an der Schmerzgrenze.
Zwei Regeln machen das Limit wirksam. Erstens: Senken sofort, Erhöhen nur mit Wartezeit. Beim Konzessionär ist das so geregelt; bei Anbietern mit ausländischer Lizenz steht es in den Bedingungen oder fehlt. Zweitens: Das Limit nicht an schlechten Tagen anfassen. Wer das Limit nur erhöht, wenn er verloren hat, hat kein Limit.
- Einzahlungslimit — Was sie leistet: begrenzt den Zufluss pro Zeitraum · Worauf achten: niedrig starten, Erhöhung nur mit Wartefrist
- Verlustlimit — Was sie leistet: stoppt bei einem Nettoverlust · Worauf achten: ergänzt das Einzahlungslimit, ersetzt es nicht
- Pause und Selbstsperre — Was sie leistet: sperrt das Konto für einen Zeitraum · Worauf achten: gilt nur bei diesem Anbieter
Die Belege zu Ihren Einzahlungen und Auszahlungen helfen, das Limit richtig zu wählen: Die Summe der Einzahlungen minus die Summe der Auszahlungen über ein Jahr zeigt, was das Spielen gekostet hat. Wie Sie diese Belege sammeln, beschreiben wir auf der Seite zur Auszahlung nach einer eps-Einzahlung.
Der Maßstab: Limits beim konzessionierten Anbieter
Beim einzigen österreichischen Konzessionär für Online-Glücksspiel sind Einzahlungslimits verpflichtend. Bis zum 26. Geburtstag liegt die Obergrenze bei 250 € pro Woche. Danach gilt ein Standardlimit zwischen 1 € und 1.680 € pro Kalendermonat; ein höheres Limit ist nur nach einer Prüfung der Zahlungsfähigkeit möglich. Eine Senkung des Limits wirkt sofort.
| Regel bei win2day | Wert |
|---|---|
| Limit | verpflichtend |
| Unter 26 Jahren | höchstens 250 € pro Woche |
| Ab 26 Jahren | 1 € bis 1.680 € pro Kalendermonat |
| Erhöhung über das Standardlimit | nur nach Prüfung der Zahlungsfähigkeit |
| Senkung | wirkt sofort |
Diese Werte sind ein brauchbarer Maßstab für jedes Spielerkonto. Wer bei einem Anbieter mit ausländischer Lizenz spielt, kann sich dieselben Grenzen selbst setzen, und zwar als Obergrenze, nicht als Ziel. Ein Monatslimit von 1.680 € ist das Maximum, das der Gesetzgeber einem Erwachsenen ohne Prüfung zugesteht, nicht der Betrag, den ein Durchschnittshaushalt verspielen sollte.
Wenn der Anbieter kein Limit anbietet
Nicht jeder Anbieter mit ausländischer Lizenz bietet ein Einzahlungslimit an, und keiner ist nach österreichischem Recht dazu verpflichtet, weil er in Österreich gar nicht anbieten darf. Elektronische Lotterien darf nur der Konzessionär veranstalten; wer vom Inland aus bei einem anderen Anbieter Einsätze leistet, riskiert nach § 52 Abs. 5 GSpG eine Verwaltungsstrafe. Ein fehlendes Limit ist also kein Versehen, sondern Teil eines Angebots, das sich dem österreichischen Spielerschutz entzieht.
Fehlt das Limit, bleiben die Bank und ein eigenes Budget. Ein zweites Girokonto nur fürs Spielen, auf das Sie einmal im Monat einen festen Betrag überweisen und von dem allein Sie eps-Zahlungen freigeben, ersetzt das fehlende Werkzeug notdürftig. Es funktioniert nur, wenn Sie den Betrag nicht nachträglich aufstocken. Eine geplante Reform des Glücksspielgesetzes sieht ein zentrales Sperrsystem und Zahlungsblockaden vor; sie ist ein Gesetzesentwurf und noch nicht in Kraft.
Häufige Fragen zu Limits
Welches Limit greift zuerst, wenn Bank, Casino und Spielerkonto verschiedene Grenzen haben?
Das niedrigste. Eine eps-Zahlung scheitert bei der Bank, wenn das Überweisungslimit erreicht ist, in der Kassa, wenn der Höchstbetrag des Casinos überschritten wird, und im Spielerkonto, wenn das Einzahlungslimit ausgeschöpft ist. Welche Stelle ablehnt, sehen Sie an der Meldung: Bankseite, Kassa oder Kontoeinstellungen.
Wie senke ich das Überweisungslimit meiner Bank für eps-Zahlungen?
In den Einstellungen des Online-Bankings, meist unter Limits oder Sicherheit, legen Sie fest, wie viel Sie pro Tag oder pro Auftrag überweisen dürfen. Dieses Limit gilt für eps genauso wie für jede andere Überweisung. Das Verfahren und die Bezeichnung unterscheiden sich je nach Bank; die Hilfeseiten Ihrer Bank beschreiben den Weg.
Kann ein Casino mein Einzahlungslimit ohne meine Zustimmung erhöhen?
Nein, das Limit setzen Sie. Beim Konzessionär win2day wirkt eine Senkung sofort, eine Erhöhung über das Standardlimit setzt eine Prüfung der Zahlungsfähigkeit voraus. Bei Anbietern mit ausländischer Lizenz stehen die Regeln in deren Bedingungen; prüfen Sie dort, ob eine Erhöhung mit Wartefrist verbunden ist.
Was ist das Standardlimit beim konzessionierten Anbieter?
Laut win2day liegt die Obergrenze bis zum 26. Geburtstag bei 250 € pro Woche. Danach gilt ein Standardlimit zwischen 1 € und 1.680 € pro Kalendermonat. Höhere Beträge sind nur nach einer Prüfung der Zahlungsfähigkeit möglich. Limits sind auf win2day verpflichtend.
Gibt es bei eps selbst ein Limit pro Zahlung?
Nicht nach den Angaben des Betreibers. Auf eps-ueberweisung.at und psa.at fanden wir weder Mindest- noch Höchstbeträge und keinen Hinweis darauf, wer sie bestimmt. Die praktische Grenze pro Zahlung ist das Überweisungslimit Ihrer Bank oder der Höchstbetrag des Casinos, je nachdem, welcher niedriger ist.
Hilft ein zweites Konto nur fürs Spielen?
Es kann helfen, wenn Sie darauf nur einen festen Monatsbetrag überweisen und eps-Zahlungen nur von diesem Konto freigeben. Das Konto wird dann zur vierten Grenze, die Sie ohne Casino und ohne Bank-Einstellung kontrollieren. Voraussetzung ist, dass Sie den Betrag nicht nachträglich aufstocken.
Was tue ich, wenn ein Anbieter kein Einzahlungslimit anbietet?
Dann bleiben Bank und eigenes Budget als Grenzen. Ein Anbieter ohne Schutzwerkzeuge ist zugleich ein Hinweis auf seine Haltung zum Spielerschutz. Beim Konzessionär sind Limits Pflicht; Anbieter mit ausländischer Lizenz bieten sie freiwillig an oder gar nicht. Wählen Sie im Zweifel den Anbieter mit Limit.
Lässt sich eine Erhöhung des Limits rückgängig machen?
Ja, eine Senkung ist jederzeit möglich und sollte sofort wirken; beim Konzessionär ist das so geregelt. Für Anbieter mit ausländischer Lizenz gilt, was in deren Bedingungen steht. Eine sinnvolle Regel: Erhöhen nur nach einer Wartezeit, Senken sofort. Finden Sie diese Regel nicht in den Bedingungen, setzen Sie das Limit von Anfang an niedrig.
Hilfe und Spielerschutz
Online-Glücksspiel ist Personen ab 18 Jahren vorbehalten. Wer sein Limit regelmäßig erhöht oder Wege um die Grenze herum sucht, sollte das als Warnzeichen nehmen. Kostenlose, vertrauliche und auf Wunsch anonyme Hilfe gibt es bei der Spielsuchthilfe unter (01) 544 13 57, bei der Spielerschutz-Hotline unter 0800 202 304 und unter Spielsuchthilfe.
Quellen
- eps-Überweisung, Privatkunden
- eps-Überweisung, Support
- PSA, Konto
- win2day, Einzahlung und Limits
- win2day, Einzahlungs-FAQ
- Glücksspielgesetz § 52 (RIS)
- BMF, FAQ zum Glücksspielmonopol
- BMF, Konzessionäre und Ausspielbewilligte
- Parlament, Regierungsvorlage 594 d.B. (Parlamentskorrespondenz)
- Österreichische Lotterien, Spielerschutz
- Spielsuchthilfe Wien
- BMF, Hilfsangebote der Bundesländer