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18+Zuletzt geprüft 17. Oktober 2026Unabhängige Seite – Anmeldungen über unsere Links können vergütet werden.

Österreich · EPS

eps-Überweisung oder Kreditkarte: welcher Weg ins Online-Casino weniger preisgibt

Eine eps-Zahlung geben Sie im Online-Banking Ihrer Bank frei; das Casino erhält nur die Bestätigung, dass die Überweisung ausgeführt wird. Bei einer Kartenzahlung tippen Sie Kartennummer, Ablaufdatum und Prüfziffer in die Kassa des Casinos. Beide Wege belasten am Ende Ihr Konto, aber nur einer übergibt dem Casino Daten, mit denen sich erneut zahlen lässt.

Dieser Vergleich stellt eps und Karte aus Sicht der Kontrolle nebeneinander: welche Daten fließen, ob sich eine Zahlung zurückholen lässt, welche Grenzen gelten, was die Bank ablehnen kann und wie Gewinne zurückkommen. Angaben zu eps stammen vom Betreiber, Angaben zur Karte aus den Regeln der Kartenorganisationen und dem europäischen Zahlungsrecht. Den Rahmen liefert unser Überblick zu Sicherheit und Limits bei eps.

  • Barbara Leitner, Redakteurin für Spielerschutz und Zahlungen
  • Zuletzt geprüft 17. Oktober 2026
  • Gegengelesen von Georg Moosbrugger
  • EPS
Auf dieser Seite10
  1. Anbieter in unserer Liste mit eps und Karte in der Kassa
  2. Daten: was beim Casino landet
  3. Rückruf: unwiderruflich gegen reklamierbar
  4. Limits: Überweisungsrahmen gegen Kartenrahmen
  5. Ablehnung: Händlercode gegen Überweisungslimit
  6. Rückweg: Banküberweisung gegen Kartengutschrift
  7. Was für wen passt
  8. Häufige Fragen zum Vergleich
  9. Hilfe und Spielerschutz
  10. Quellen

Anbieter in unserer Liste mit eps und Karte in der Kassa

So wird bezahlt

  • eps

Für jeden Anbieter in unserer Liste halten wir fest, ob er eps und Kartenzahlungen anbietet, welche Methoden auch zur Auszahlung offenstehen und ob die Kassa Kartendaten für spätere Zahlungen speichert. Die letzte Angabe steht selten auf der Zahlungsseite und immer in den Datenschutz- oder Zahlungsbedingungen.

Eine österreichische Konzession für Online-Glücksspiel hat nur win2day, das beide Wege anbietet: Kreditkarte und eps, Letzteres nur mit einem österreichischen Bankkonto. Die übrigen Anbieter arbeiten mit einer ausländischen Lizenz; was das Glücksspielgesetz daraus für Sie ableitet, steht auf unserer Startseite.

Daten: was beim Casino landet

Der Unterschied beginnt beim ersten Bildschirm. Bei eps wählen Sie in der Kassa nur Ihre Bank aus und werden zu deren Online-Banking weitergeleitet; dort geben Sie einen bereits ausgefüllten Auftrag frei. Ihre Zugangsdaten, Ihre PIN und die Freigabecodes bleiben bei der Bank. Das Casino erhält die Bestätigung, dass die Zahlung durchgeführt wird, und mit der Überweisung den Namen des Kontoinhabers.

Bei der Karte geben Sie Kartennummer, Ablaufdatum und Prüfziffer in ein Formular ein, das der Zahlungsdienstleister des Casinos bereitstellt. Mit diesen Daten lassen sich weitere Zahlungen auslösen, wenn der Dienstleister sie speichert; viele Kassen bieten das als «Karte merken» an. Die Freigabe läuft dann über die starke Kundenauthentifizierung Ihrer Bank, etwa eine App-Bestätigung, aber die Kartendaten liegen bereits beim Dienstleister.

Für die Kontrolle ist die dritte Zeile entscheidend. Jede eps-Zahlung verlangt den Umweg über das Online-Banking und eine eigene Freigabe; eine gespeicherte Karte verlangt einen Klick. Der Umweg ist lästig, und genau das macht ihn wertvoll.

Rückruf: unwiderruflich gegen reklamierbar

Eine eps-Zahlung wird laut Betreiber sofort online bestätigt und unwiderruflich durchgeführt. Ein Rückruf wie bei einer Kartenzahlung ist nicht vorgesehen; ein Tippfehler beim Betrag lässt sich nur über das Casino korrigieren, etwa durch eine Auszahlung. Für Kartenzahlungen kennen die Kartenorganisationen ein Reklamationsverfahren über die Bank, das an Gründe gebunden ist, zum Beispiel eine nicht autorisierte oder nicht erbrachte Leistung.

Das klingt nach einem Vorteil der Karte, und für Fehlbuchungen ist es einer. Für verspielte Einsätze ist es keiner: Ein Einsatz, den Sie selbst freigegeben und verloren haben, ist keine nicht autorisierte Zahlung. Und die Kehrseite des Rückrufs trifft Sie beim Wallet und beim Casino: Anbieter reagieren auf Reklamationen mit Kontosperren. Wer eine Zahlung vor der Freigabe prüft, braucht den Rückruf bei beiden Wegen nicht.

Limits: Überweisungsrahmen gegen Kartenrahmen

Der Betreiber von eps veröffentlicht keine Limits. Die Grenze für eine eps-Zahlung ist das Überweisungslimit im Online-Banking, das Sie selbst setzen und sofort senken können. Für die Karte gilt der Kartenrahmen: bei einer Debitkarte das Guthaben und ein Tageslimit, bei einer Kreditkarte ein Kreditlimit, das Sie bei der Bank ändern lassen. Dazu kommen bei beiden Wegen der Höchstbetrag des Casinos pro Einzahlung und das Einzahlungslimit im Spielerkonto.

Die dritte Zeile ist für die Selbstkontrolle die wichtigste. Mit einer Kreditkarte spielen Sie bis zur Abrechnung auf Kredit; mit eps verlässt das Geld sofort Ihr Konto, und der Kontostand zeigt die Wahrheit am selben Tag. Beim konzessionierten Anbieter sind Einzahlungslimits verpflichtend, bis 26 Jahre höchstens 250 € pro Woche, danach 1 € bis 1.680 € pro Monat; dieses Limit gilt unabhängig vom Zahlungsweg, und wie Sie es an drei Stellen setzen, steht auf der Seite zu Limits bei eps-Zahlungen.

Ablehnung: Händlercode gegen Überweisungslimit

Kartenzahlungen an Glücksspielanbieter tragen in den Regeln der Kartenorganisationen einen eigenen Händlercode; Mastercard führt die Kategorie 7995 für Glücksspiel in seinen Sicherheitsregeln. Banken können Zahlungen mit diesem Code sperren, und bei Kreditkarten tun das manche grundsätzlich. Eine abgelehnte Kartenzahlung an ein Casino hat deshalb oft nichts mit Ihrem Guthaben zu tun.

Eine eps-Zahlung ist eine Überweisung und kennt keinen Händlercode. Sie scheitert, wenn das Überweisungslimit erreicht ist, die Freigabe abläuft oder die Bank einen Empfänger auf Ihren Wunsch gesperrt hat. Einen Ausschluss von Glücksspielhändlern durch eps selbst fanden wir auf den Seiten des Betreibers nicht. Ob Ihre Bank eine Überweisung an ein Casino ablehnen darf, regelt Ihr Kontovertrag.

Für Gebühren gilt bei der Karte eine klare Regel: Die europäische Zahlungsdiensterichtlinie verbietet Händlern Aufschläge für Zahlungen mit Verbraucherkarten der großen Kartenorganisationen. Ein Casino, das für Visa oder Mastercard einen Zuschlag verlangt, verstößt dagegen. Für eps nennt der Betreiber keine zusätzlichen Kosten; was das Casino verrechnet, steht in dessen Bedingungen.

Rückweg: Banküberweisung gegen Kartengutschrift

Nach einer eps-Einzahlung zahlt das Casino per Banküberweisung aus, meist auf das Konto der Einzahlung; eps selbst beschreibt nur das Bezahlen an Händler. Mit einer Echtzeitüberweisung, für die die PSA eine Clearing-Infrastruktur mit Anschluss an das Eurosystem betreibt, ist das Geld nach der Freigabe in Sekunden auf dem Konto. Ob ein Casino diesen Weg nutzt, entscheidet der Anbieter.

Nach einer Karteneinzahlung bieten viele Casinos eine Gutschrift auf dieselbe Karte an, sofern Zahlungsdienstleister und Bank das unterstützen; die Anbieter nennen dafür in ihren Bedingungen meist mehrere Werktage. Nicht jede Karte kann Gutschriften empfangen, und dann weicht das Casino ohnehin auf die Banküberweisung aus. Für die Dauer zählt bei beiden Wegen vor allem die Prüfung vor der Freigabe, die wir auf der Seite zur Auszahlung nach einer eps-Einzahlung beschreiben.

Was für wen passt

Wer dem Casino so wenig wie möglich überlassen und jede Zahlung bewusst freigeben will, fährt mit eps besser: keine gespeicherten Daten, keine Zahlung auf Kredit, eine Freigabe pro Zahlung. Wer Wert auf ein Reklamationsverfahren legt und eine Debitkarte mit niedrigem Tageslimit hat, kommt mit der Karte ähnlich weit. Mit einer Kreditkarte ins Casino zu gehen, ist aus Sicht der Selbstkontrolle der schwächste der drei Wege, weil die Belastung erst mit der Abrechnung sichtbar wird.

Für die Rechtslage spielt der Zahlungsweg keine Rolle: Elektronische Lotterien darf in Österreich nur der Konzessionär anbieten, und wer vom Inland aus bei anderen Anbietern Einsätze leistet, riskiert nach § 52 Abs. 5 GSpG eine Verwaltungsstrafe. Das Finanzministerium zählt zur entgeltlichen Teilnahme jeden Zahlungsweg, auch Mehrwertnummern und SMS.

Häufige Fragen zum Vergleich

Welche Daten erhält das Casino bei eps, welche bei der Karte?

Bei eps erhält das Casino die Bestätigung der Zahlung und den Namen des Kontoinhabers aus der Überweisung; Zugangsdaten, PIN und Freigabecodes bleiben bei Ihrer Bank. Bei der Karte gibt der Kassa-Dialog Kartennummer, Ablaufdatum und Prüfziffer an den Zahlungsdienstleister des Casinos weiter, der sie für weitere Zahlungen speichern kann, wenn Sie das erlauben.

Kann ich eine eps-Zahlung wie eine Kartenzahlung zurückrufen?

Nein. Laut Betreiber werden eps-Zahlungen sofort online bestätigt und unwiderruflich durchgeführt. Bei einer Kartenzahlung gibt es ein Reklamationsverfahren über die Bank, das die Kartenorganisationen regeln; es setzt einen Grund voraus, etwa eine nicht autorisierte Zahlung, und deckt keinen verspielten Einsatz ab.

Warum lehnt meine Bank Kartenzahlungen an Casinos manchmal ab?

Zahlungen an Glücksspielanbieter tragen in den Regeln der Kartenorganisationen einen eigenen Händlercode, bei Mastercard die Kategorie 7995. Banken können Zahlungen mit diesem Code sperren, vor allem bei Kreditkarten. Eine eps-Zahlung ist eine Überweisung und kennt diesen Code nicht; ihre Grenze ist das Überweisungslimit im Online-Banking.

Welcher Weg hat das engere Limit?

Das kommt auf Ihre Einstellungen an. Für eps gilt das Überweisungslimit Ihrer Bank im Online-Banking, das Sie selbst senken können. Für die Karte gilt der Kartenrahmen, bei Kreditkarten ein Kreditlimit, das Sie bei der Bank ändern lassen. Der Betreiber von eps veröffentlicht keine eigenen Limits.

Kann ich mit einer Kreditkarte auf Kredit spielen, mit eps nicht?

Ja, und das ist der wichtigste Unterschied für die Selbstkontrolle. eps überweist vom Girokonto, also Guthaben oder Überziehungsrahmen; eine Kreditkarte schiebt die Belastung bis zur Abrechnung auf und kann einen Kreditrahmen nutzen. Wer Spielausgaben nicht auf Kredit finanzieren will, bleibt bei Überweisung oder Debitkarte.

Kommt ein Gewinn über die Karte schneller zurück als per Überweisung?

Nicht unbedingt. Eine Auszahlung auf die Karte hängt davon ab, ob Casino, Zahlungsdienstleister und Ihre Bank Gutschriften auf diese Karte unterstützen, und dauert nach den Angaben vieler Anbieter mehrere Werktage. Nach einer eps-Einzahlung zahlt das Casino per Banküberweisung; mit Echtzeitüberweisung ist das Geld in Sekunden da.

Ist eps sicherer als die Karte, wenn das Casino gehackt wird?

Bei eps liegen beim Casino keine Daten, mit denen sich erneut von Ihrem Konto zahlen lässt. Bei der Karte können gespeicherte Kartendaten missbraucht werden, auch wenn der Zahlungsdienstleister sie schützen muss. Beide Wege verhindern nicht, dass ein unseriöses Casino Auszahlungen verweigert; dagegen hilft nur die Prüfung der Lizenz vor der Einzahlung.

Darf das Casino für Kartenzahlungen einen Aufschlag verlangen?

In der Europäischen Union verbietet die Zahlungsdiensterichtlinie Aufschläge für Zahlungen mit Verbraucherkarten der großen Kartenorganisationen. Ein Casino, das für Visa oder Mastercard einen Zuschlag verlangt, verstößt gegen diese Regel. Für eps nennt der Betreiber keine zusätzlichen Kosten; Gebühren des Casinos stehen in dessen Bedingungen.

Hilfe und Spielerschutz

Online-Glücksspiel ist Personen ab 18 Jahren vorbehalten. Wer Spielausgaben über eine Kreditkarte finanziert, sollte das als Warnzeichen nehmen und die Karte für Glücksspiel bei der Bank sperren lassen. Kostenlose, vertrauliche und auf Wunsch anonyme Hilfe gibt es bei der Spielsuchthilfe unter (01) 544 13 57, bei der Spielerschutz-Hotline unter 0800 202 304 und unter Spielsuchthilfe.

Quellen